Was ist LTO6: Die wichtigsten Fakten

LTO6 SpeichermedienLTO-6 ist die sechste Generation der LTO-Tapes Familie mit 2,5 Terabyte (6,25TB komprimiert) Kapazität und einer Datentransferrate von bis zu 1,44 Terabyte/Stunde.

Diese Angabe bezieht sich auf komprimierte Daten, das Bespielen eines Bandes dauert also über vier Stunden. Die LTO6-Laufwerke haben eine neue Ruhezustandsfunktion, bei der die Ruheleistung sinkt, falls keine Kassette eingelegt ist. Mit der Host-Schnittstelle SAS (6 Gbit/s) versehen, sind sie geeignet für Rechner von HP und anderen Anbietern, wie etwa Dell, IBM oder Sun/Oracle.

Bei der Entwicklung der LTO-Ultrium-Bänder wurde speziell Rücksicht auf die Anforderungen der automatisierten Datensicherung genommen. LTO-Ultrium-Tape-Libraries sind in den Größenordnungen von 1 TB bis knapp über 10 PB erhältlich. LTO-Ultrium-Laufwerke können über SCSI oder SAS an Hosts, über iSCSI oder Fibre Channel auch an Storage Area Networks angebunden werden. Die LTO-Technologie macht es Anwendern sehr leicht, sich für eine Bandtechnologie zu entscheiden, die heutigen Kapazitätsansprüchen gerecht wird, aber noch genügend Potenzial für zukünftige Entwicklung in sich birgt.

In ihrer Größe sind die LTO Bänder absolut identisch. In allen anderen Bereichen sind die Unterschiede zwischen den ersten LTO-1 Datenkassetten und der neuen LTO-7 Generation allerdings immens. Die Kapazitäten sind auf gewaltige 15TB angestiegen. Hinzu kommen noch WORM, Verschlüsselung und LTFS, die die aktuellen LTO-Datenkassetten im Vergleich zu ihren Vorgängern revolutionär erscheinen lassen. Doch so beeindruckend diese Funktionen auch sind, am wichtigsten ist nach wie vor die Sicherheit Ihrer Daten.

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Kennen Sie die MP Ihres BaFe? HP bietet für LTO-6 zwei verschiedene Zusammensetzungen: Metallpartikel (MP), die bei LTO-1 bis LTO-5 zum Einsatz kommen, und eine neue Technologie: Bariumferrit (BaFe). In Tests haben sich beide ausgezeichnet mit Laufwerken von HP bewährt. Außerdem profitieren Sie bei beiden von HPs branchenführendem, extremem Testprogramm.

  • Da wir sowohl BaFe- als auch MP-LTO-6-Medien anbieten, haben Sie die Wahl zwischen beiden für Ihr Laufwerk
  • Sowohl BaFe- als auch MP-Medien sind zu 100 % mit Ihrem LTO-6 Bandlaufwerk kompatibel, wie vom offenen Standard gefordert. Und beide erbringen die gleiche, ausgezeichnete Leistung
  • BaFe-Medien werden den gleichen extremen Tests unterzogen wie alle anderen LTO-Bänder
  • LTO Ultrium ist die weltweit beliebteste LTO-Marke, da die Kunden wissen, dass diese Marke die Kapazität und Zuverlässigkeit liefert, die zur Datensicherung und zur langfristigen Archivierung von Daten erforderlich sind
  • Hinsichtlich der Archivlebensdauer stellen wir die gleichen Anforderungen an seine BaFe-Medien wie an alle anderen MP-Medien. Sie können erwarten, dass Sie auch noch nach 30 Jahren Ihre Daten von LTO-6 Medien wiederherstellen können.

{slider=Metallpartikel}Bis jetzt wurden 100 % aller Ultrium-Datenkassetten mit hochentwickelter Metallpartikeltechnologie hergestellt. Millionen von LTO Ultrium-Kunden verlassen sich seit dem Jahr 2000 bei Backup und Archivierung auf die robuste, bewährte MP-Technologie zum Schutz ihrer Daten: Es wurden mehr als 4 Millionen Laufwerke und über 200 Millionen MP-Datenkassetten ausgeliefert.

Bei Metallpartikel-Bändern wird ein Basisfilm mit einer langlebigen und flexiblen Farbschicht auf Polyurethan-Basis beschichtet, die suspendierte Metallpartikel enthält. Die Partikel bestehen aus einer nadelförmigen Eisen-Kobalt-Legierung mit verbesserten magnetischen Eigenschaften. Die Oberfläche der Partikel wurde passiviert, um ihre chemische Stabilität sicherzustellen. Durch die Größe und Form der Metallpartikel und durch weitere Zusätze erhält die Beschichtung die gewünschten magnetischen, elektrischen und physikalischen Eigenschaften, die das Schreiben und Lesen von Daten in einem bestimmten Format ermöglichen. Danach wird die Rückseite des Substrats beschichtet, um konsistente Reibungseigenschaften zu gewährleisten.

Zukünftige LTO Ultrium-Generationen werden ausschließlich auf Basis der neuen Bariumferrit-Technologie hergestellt. Bei BaFe-Medien schweben genau wie bei MP-Bändern magnetische Teilchen in einem Substrat, die BaFe-Partikel sind jedoch kleiner als die Metallpartikel in MP-Bändern. Das bedeutet, dass BaFe-Partikel bessere magnetische Eigenschaften besitzen, deren Bedeutung mit der Flächendichte – und somit der Kapazität – der Medien wächst. Eine Diskussion der Flächendichte ist entscheidend, wenn man verstehen will, warum BaFe bei der LTO-7-Generation notwendig ist, bei LTO-6 jedoch optional. Flächendichte in LTO-6 und neueren Generationen.

Die Flächendichte des Produkts errechnet sich aus der linearen Dichte (Bits entlang des Bands) und der Spurdichte (Anzahl der Spuren quer zum Band) Je höher die Flächendichte des Bands, desto höher ist auch die Kapazität.

Flächendichte = Spurdichte x lineare Dichte

Bei LTO-6 wurde die vom Format geforderte Kapazität von 6,25 TB durch eine um 70 % erhöhte Spurdichte – von 1.280 Spuren bei LTO-5 zu 2.186 Spuren bei LTO-6 – bei gleicher linearer Dichte erreicht. Daraus folgt:

LTO-5 Flächendichte = 1.280 Spuren x 385 kbit/Zoll – 1,5 TB unkomprimierte Kapazität

LTO-6 Flächendichte = 2.186 Spuren x 385 kbit/Zoll – 2,5 TB unkomprimierte Kapazität

Da die BaFe-Partikel kleiner als die MP-Partikel sind, passen mehr der BaFe-Partikel auf den gleichen Raum.

Die Abbildungen oben zeigen mit einem Rasterelektronenmikroskop bei gleicher Vergrößerung aufgenommene Bilder der Medienoberflächen. In diesen Bildern ist genau ersichtlich, dass BaFe-Teilchen dichter gepackt werden können.

Die Anzahl der Teilchen pro Bit muss bei erhöhter linearer Dichte – die Bits selbst werden kleiner – konstant gehalten werden, um zu verhindern, dass die Bits zu undeutlich ausgeprägt sind. Aus dem gleichen Grund sind auch kleinere Pixel notwendig, um ein Bild zu verkleinern und zu verhindern, dass es dabei unscharf (verpixelt) wird.

Zusammenfassend müssen also die Partikel kleiner werden, damit die Größe der Bits reduziert und somit die lineare Dichte erhöht werden kann. Deshalb eignet sich BaFe besser für das LTO-7-Format, bei dem die lineare Dichte erhöht wird. Bei LTO-6 ist die Bitdichte jedoch die gleiche wie die bei LTO-5. Deshalb sind bei LTO-6 MP genauso einsetzbar wie Bariumferrit.

Die wichtigsten magnetischen Eigenschaften sind hier hauptsächlich höhere Koerzivität und niedrigere effektive magnetische Dicke (Mrt).
Als Koerzivität wird die Kenngröße bezeichnet, die den Widerstand der Partikel gegen die Umkehrung ihrer Magnetisierung misst. Bei dichterer Packung der Bits ist eine höhere Koerzivität notwendig, da die magnetischen Kräfte zwischen den dichter gepackten Bits stärker sind. Deshalb wirken sie stärker entmagnetisierend aufeinander ein. Dieser Tendenz muss mit einer höheren Koerzitivfeldstärke entgegengewirkt werden.

Wenn die Partikel dieser Entmagnetisierung nicht ausreichend Widerstand leisten, kann das Signal von Störsignalen überdeckt werden, was beim Lesen der Bits zu einer erhöhten Fehlerrate führt.

Das Signal-Rausch-Verhältnis (SRV) ist bei BaFe-Medien besser, was jedoch bei LTO-6 keine wesentlichen Konsequenzen hat. Die Koerzivität von MP ist für ausgezeichnete Zuverlässigkeit mehr als ausreichend.

Die Mrt (der Magnetisierungsgrad pro Band-Flächeneinheit) ist in BaFe geringer, denn die Zusammensetzung von BaFe enthält Oxid, wohingegen MP eine Metalllegierung enthält. Die geringere Mrt verringert auch den Entmagnetisierungseffekt zwischen den dicht gepackten Übergängen. HP erreicht durch sehr empfindliche (GMR) Leseköpfe bei BaFe und auch bei MP eine ausgezeichnete Signalstärke, deshalb beeinflusst der Unterschied in Mrt die Leistung nicht wesentlich.

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